Forschungsprojekt: HELLER untersucht Einflüsse auf die Sichtbarkeit von Substanzmerkmalen

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Temperatureinfluss auf die Sichtbarkeit von Substanzmerkmalen (Oberfläche)“ untersuchte die HELLER Ingenieurgesellschaft mbH die Einflüsse von Temperatur und Feuchte auf die Sichtbarkeit der Oberflächeneigenschaften der Fahrbahn. Die Ergebnisse des Projektes wurden am 22. November 2017 bei einer Sondersitzung des Arbeitsausschusses 4.3 „Oberflächeneigenschaften“ in Bergisch Gladbach vorgestellt.

Qualitätsgesicherte Zustandsdaten für das Erhaltungsmanagement der Straße werden in Deutschland seit Jahren durch das etablierte Verfahren zur Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) bereitgestellt. Risse an der Fahrbahnoberfläche sind dabei ein wichtiges Substanzmerkmal für die Beurteilung des Straßenzustands. Temperatur und Feuchte der Fahrbahnoberfläche können die Sichtbarkeit der Risse möglicherweise beeinflussen. Um diese Einflüsse zu quantifizieren und gegebenenfalls geeignete Messbedingungen für die Erfassung der Daten festzulegen, rief das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das Forschungsprojekt ins Leben und beauftragte HELLER mit der Realisierung. Die fachliche Betreuung des Projektes lag bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).

HELLER startete in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal das Untersuchungsprogramm, setzte mehrere Messkampagnen um und trug die erfassten Zustandsdaten zusammen. Die statistische Auswertung und der Vergleich der Ergebnisse erfolgte in unterschiedlichen Szenarien: trockene und abtrocknende Fahrbahnoberfläche, Werte aus verschiedenen Jahreszeiten oder unterschiedlichen Temperaturen. „Wir haben die Daten ausgewertet, visualisiert sowie analysiert und festgestellt, dass sich sowohl Temperatur als auch Feuchte auf die Sichtbarkeit von Rissen auswirkt“, sagt Marek Skakuj, Prokurist und Projektverantwortlicher bei HELLER.

Im November stellte Skakuj die ersten Ergebnisse bei der Sondersitzung des Arbeitsausschusses 4.3 „Oberflächeneigenschaften“ vor. Das Projekt befindet sich derzeit in der Schlussphase und es werden letzte redaktionelle Überarbeitungen im Forschungsbericht umgesetzt.